Atlantis                                   

OH JE                                                                           

Ihr könnt mir glauben, irgendwie läuft es manchmal alles andere als normal.

Eigentlich sollte es ja so sein: Mann (oder Frau) sucht sich ein Modell raus, informiert sich darüber, sucht nach dem günstigsten Preis und dann wird gekauft.

Bei mir geht so was etwas anders:
Man kommt mit einem wirklich netten Hausmeister einer Hochschule ins Gespräch, erzählt von seinen Hobbies, verweisst auf die eigene Internetseite und schwupp bekommt man ein Angebot, das einem das Blut in den Kopf steigen lässt.

Ich bekam von Werner (der Hausmeister) das Angebot die Atlantis, eine Tön 12 (der Krabbenkutter von Graupner) einen Sumpfgleiter jeweils mit Fernsteueranlage und einer ganzen Kiste voll Ersatzteilen zu bekommen. Also fuhr ich damals Samstags Vormittags 2mal mit meinem kleinen Suzuki Swift nach Saarbrücken bis wir den Kellerraum von Werner leer geräumt hatten.

Neugierig und auch ein wenig enttäuscht über den Misserfolg mit der Pegasus hatte ich nun dieses riesige Ding auf dem Küchentisch stehen. Rosi schaute mich doch schon etwas ungläubig an:
Was willst Du noch alles anfangen…

Bei Schwager Freddie am See ging es dann los, Wind war genügend um mal ein bisschen zu üben. Schließlich hat das Ding 8 Kanäle und ich war bis dahin nur mit 2 unterwegs gewesen. Es war soweit ok bis auf ein paar Kleinigkeiten die sich zum Teil mit Sekundenkleber oder Kabelbindern beheben ließen.

Soweit so gut. Der Sommerurlaub war dann doch der Zeitpunkt der mich dazu verleitete doch nochmal zu grübeln was denn nun zu tun sei ,denn irgendwie wollte meine gute Atlantis nicht so richtig das machen was ich von Ihr verlangte. Es stellte sich heraus das die alte Steuerung irgendwo einen Knax hat. Aber es gibt ja immer noch den Conrad…

Und wieder in den Keller damit nur etwas umfangreicher als zuvor. Alle Teile runter vom Deck, zerlegen, neuer Lack und aufgearbeitetes Deck, die Segel werden nun mit 3mm Holzstäben in der Keep gehalten, die Reling zerlegt und an der Standbohrmaschine poliert und neu aufgebaut. Nun steht die gute alte Atlantis im Keller und wartet auf den nächsten Segeltörn ,den sie mit vielleicht mehreren Ihren Schwestern genießen darf.

Gruß an die Atlantis-Skipper auf der Seite von Lars.