Pegasus

Am 30.05.2005 ersteigerte ich den Bauplan der "Adria". Als dieser bei mir ankam und ich das Holz besorgt hatte, konnte ich endlich loslegen. Es dauerte 3 ganze Monate bis der Spantenaufbau fertig war und ich mit dem Beplanken aus Mahagonieholz beginnen konnten.

Das Schneiden der Leisten erwies sich als äußerst schwierig, da das Holz entlang der Maserung sehr schnell riss. Beim Beplanken einer der letzten Leisten geschah es dann: Ein Stück der Leiste platzte nach Einbau weg, so dass die nachfolgenden Leisten nun nicht mehr passten. Mir blieb nichts anderes übrig, als diese in langen Nächten nachzuarbeiten.

Einen Monat später war es endlich soweit - Der Rumpf war fertig. Anschließend erfolgte der Einbau der Technik, die Takelage und das Fertigen der Segel.

Und so schnell der Bericht über den Bau der Pegasus hier endet, so schnell stellte ich fest, dass es fatal ist sich einen Zeitrahmen zu setzen bis wann das Boot fertig zu sein hat! Schon bald stellte sich heraus, dass Sorgsamkeit und Exaktheit hat eine weitaus höhere Priorität haben sollte als der Zeitfaktor.

Nach einigen Ausflügen auf dem Wasser zog der gesamte Deckaufbau Wasser und quoll dementsprechend auf. Das war so frustrierend, dass ich die Pegasus in die hinterste Ecke meiner kleinen Bastelwerft stellte und ich mir ein neues Projekt vornahm. Da begann die Geburtsstunde der Rosie, die nach dem Plan der Dulcibella von Uwe Kreckel gebaut wurde.

Im September 2008 erfasste mich neuer Ehrgeiz die Pegasus wieder auf dem Wasser zu sehen. So nahm ich rigoros den Hammer und zerstörte das komplette Deck. In diesem Zug baute ich auch die Technik aus um diese dann sinnvoller einzubauen.

Durch die ersten negativen Erfahrungen legte ich beim Bau Wert darauf, die Pegasus schnell auf- und abriggen zu können, eine Ladebuchse für den Akku vorzusehen und das alles auch wasserdicht zu verschließen.

Viele Ideen und Tipps entnahm ich der Seite der Minisail-EV. Hierfür möchte ich mich an dieser Stelle bei den Machern der Homepage und deren Verfasser der Beiträge bedanken.


Den Neuaufbau begann ich damit, den Rumpf insgesamt 4 mal mit Bootslack zu streichen. Für den Einbau der Technik und die Belegung des Decks fand ich jede Menge Anregungen auf oben geannter Seite. Ebenso die Verbindung von Mahagoni mit Messing, weshalb die Ausstattung der Pegasus hauptsächlich aus diesem Werkstoff besteht.

Für die Segel gab mir Uwe Kreckel (Vater der Dulcibella) den Tipp diese aus Icarex zu fertigen. Was sich nach im Nachhinein als äußerst positiv erwies, vom Fertigen der Segel bis hin zum Segeln an sich.




Nachdem die Pegasus nun zum 2. Mal fertig gestellt wurde und ich sie wieder auf dem Wasser sah, war ich sogar dankbar für den Wasserschaden und dem gezwungen Neuaufbau.